Puscheliger Valentinstag 2017

Heute ist der Tag der Liebenden und auch unsere Puschels feiern diesen Tag mit ihren puscheligen Lieblingen. Nicht nur im Puscheldorf haben die verliebten Puschels schon vor Tagen damit begonnen kleine Kärtchen mit Herzchen und andere liebevolle Geschenke für ihre Geliebten zu basteln, sondern auch Amanita, die kleine Fliegenpilzfee, backt in ihrem warmen Pilzhäuschen liebevoll süße leckere Herzplätzchen für Felix, den Waldelf.

Währenddessen sitzt Felix in seinem Baumhäuschen und versucht seine Gefühle, die er für Amanita empfindet, in einem Gedicht zu verfassen. Doch wollen ihm einfach nicht die richtigen Worte in den Sinn kommen.

Seine Rennschnecke Cepaea hat sich in ihr gelbes Schneckenhäuschen eingekuschelt und schaut müde und halb verschlafen dabei zu, wie sich der Stapel aus Papierknäueln am Papierkorb immer weiter vergrößert.

Andauernd guckt Felix auf die laut tickende, selbst geschnitzte Holzuhr, 

die vor ihm an der Wand hängt. Um 15:00 Uhr hatte Amanita ihn zu sich eingeladen und nun ist es bereits kurz nach 13:00 Uhr. Viel Zeit bleibt ihm also nicht mehr, um sein Liebesgedicht zu vollenden. Gestresst schnappt er sich sein bereits zum xten mal begonnenes Gedicht und setzt sich auf sein gemütliches grünes Sofa. Er erinnert sich zurück, als er Amanita das erste Mal im Herbst letzten Jahres gesehen hatte. Diese quirlige süße Fee mit den feuerroten Haaren und den hübschen rot-schimmernden Flügeln hat ihm sofort gefallen. Wie ein süßer Engel hatte sie sich um die kleinen Pilzpuschels liebevoll gekümmert und seitdem irgendwie auch um ihn.

Endlich beginnen ihm die fehlenden Worte für sein Gedicht einzufallen. Eilig springt er auf, setzt sich wieder an den Schreibtisch, schnappt sich seine große, weiße Schreibfeder und beginnt alles zügig aufzuschreiben.

Liebste Amanita,

 

als ich dich das erste Mal erblickte,

und mein Herz dadurch erquickte;

so feurig rot dein glänzend Haar,

dacht' ich sofort mein Traum wird wahr.

 

So wunderschön dein strahlend Lachen,

würd ich gern immer darüber wachen;

und solltest du mal traurig sein,

werd' ich dir meine Schulter leih'n.

 

Wie der schönste Stern am Himmelszelt,

bist nur du die rote Fee, die mir gefällt.

Mein Herz möcht' ich dir daher schenken;

kann sowieso an nichts anderes denken.

 

Ich hoffe sehr,

du fühlst wie ich,

sag dir vielmehr,

ICH LIEBE DICH!

Als er erneut auf die Uhr schaut, ist es bereits 14:30 Uhr. Schnell rollt er sein Gedicht zu einer kleinen Papierrolle ein und bindet es mit einem schmalen, roten Band zusammen. Dann saust er rasch zu seinem Kleiderschrank und zieht sich sein bestes grünes Hemd an. Um auch wirklich auf Nummer sicher zu gehen, setzt er sich dazu seinen Glücks-Eichelhelm auf und weckt anschließend Cepaea, die sich inzwischen vollständig in ihr gelbes Schneckenhäuschen zurückgezogen hatte.

„Komm Kleines, wir müssen los! Wir sind schon ziemlich spät dran!“

Zusammen flitzen sie geschwind zu Amanitas Pilzhäuschen. 

Amanita, die in der Zwischenzeit versucht, ihr Wohnzimmer noch etwas romantischer zu gestalten, ist schon ganz aufgeregt. Denn heute möchte sie Felix gestehen, dass sie sich ihn ihn verliebt hat. Seit einer Weile versucht sie es ihm zu sagen, doch hat sie sich bisher noch nicht getraut. Aber nun zum Valentinstag, dem Tag der Liebe, ist die beste Gelegenheit.

Da klopft es auch schon an ihrer Tür. Ihr Herz beginnt zu rasen und auch Felix, der vergeblich versucht seine vom Fahrtwind zerzausten Haare zu richten, ist sehr nervös. Amanita eilt zur Tür und öffnet sie ihm schüchtern.

Als sie sieht, wie er ganz hibbelig und angespannt vor ihrer Tür steht, so süß mit seinem Glücksbringer-Hut und den wuscheligen Haaren, verfliegt ihre Nervosität schnell und sie kann sich ein Lächeln nicht verkneifen.

„Hallöchen Felix und Cepaea! Kommt rein!“, bittet Amanita sie fröhlig.

Felix sieht sich in Amanitas Wohnzimmer um. Da erblickt er die zwei roten, brennenden Kerzchen auf dem kleinen Wohnzimmertisch und eine rote Keksdose, auf der ein Schildchen mit seinem Name liegt. Dieser Anblick macht ihm Mut und er überreicht ihr still sein selbstgeschriebenes Gedicht.

Amanita löst das schmale Bändchen und rollt gespannt die kleine Papierrolle auf, die ihr Felix so geheimnisvoll gerade überreicht hat.

Beide sagen dabei kein Wort.

Amanita fängt an zu lesen. Jede verstrichene Sekunde kommt Felix wie eine Ewigkeit vor. Als sie das gesamte Gedicht gelesen hat, rollt sie es leise wieder zu und schaut Felix direkt in die Augen. Felix verschlägt es die Sprache und er weiß nicht so recht was er jetzt tun oder sagen soll. 

Daraufhin lächelt Amanita erfreut und flüstert ihm zu „Ich fühle genauso, Felix!“, kommt ihm dabei näher und gibt ihm zögerlich einen ersten Kuss.

Sie reicht ihm die Dose mit den selbstgebackenen Herzplätzchen und verbringen zusammen einen romantischen Nachmittag bei Kerzenlicht.