Halloween Puschelparty 2016

Die Party-Vorbereitungen laufen schon den ganzen Tag auf Hochtouren; dabei übernimmt Partypuschel wieder die Organisation der Feier und Kürbispuschel hilft ihm bei der Auswahl einer passenden Dekoration.

Rockerpuschel kümmert sich um die stimmungsvolle Musik für die Nacht.

 Die jungen Puschels ziehen seit dem Abend von Häuschen zu Häuschen und fordern mit „Süßes, sonst gibt’s Saures“ die älteren Puschels auf, ihnen Süßigkeiten zu geben, weil sie ihnen sonst Streiche spielen. Passend verkleidet als Fledermäuse, Geister, Feen, Hexen, Zombies, Kürbisse, Skelette, Monster, Vampire und Anderes ziehen sie umher.

Draußen am Lagerfeuer erzählt der Piratenpuschel Gruselgeschichten, denen, so wie jedes Jahr, auch viele junge Puschels gespannt zuhören. Aber dieses Jahr erleben sie alle dabei Etwas echt unerklärlich gruseliges.

Eine Gruppe klopft zum Süßigkeiten Sammeln beim Spießerpuschel Phil, der aber nichts von dem Fest wissen möchte und lieber für sich alleine ist. „Wisst ihr denn nicht wie ungesund und sogar giftig Süßigkeiten sind?!“ versucht er sich zu rechtfertigen, weil er keine Plombenzieher im Haus hat. „Und überhaupt, ist dieses Fest kommerziell und hat okkulte Wurzeln.

Geht lieber am Martinstag den 11. November mit Laterne von Tür zu Tür! Dann wird nicht der Horror verherrlicht, sondern die Güte der Menschen.“

„Was für ein langweiliger Spießer!“, denkt sich der Punkerpuschel, Leo

„Dem würde ich liebend gerne einen Streich spielen und ihn erschrecken.“

Später am Abend kommen sie auch zum Haus des Schachpuschels, Mono, der ein guter Freund vom Spießerpuschel ist und bitten ihn um Hilfe. „Dein Freund der Spießerpuschel ist immer viel zu ernst und langweilig“, erklärt ihm Punkerpuschel. „Sogar heute ist er viel zu ernst.

Sollen wir ihm einen kleinen Streich spielen? Hast Du eine Idee?“

„Keine Idee, aber ich finde auch, dass er etwas lockerer werden könnte.“ erwidert Schachpuschel Mono „Ich gehe gleich mal zu ihm rüber und überrede ihn zu der Halloween Puschelparty, dann sehen wir weiter.“

Nachdem die kleine Gruppe noch einige Puschelhäuschen besucht und Schachpuschel seinen Freund, den Spießerpuschel überreden konnte, treffen sie sich auf der Puschelparty wieder, die gerade voll im Gange ist.

Die Klänge der E-Gitarre des Rockerpuschels durchdringen den Saal,

so wie die köstlichen Gerüche der Süßigkeiten und des Gebäcks,

die Kochpuschel extra zum heutigen Party-Anlass mitgebracht hat.

Vielfraßpuschel läßt sich nicht mehr vom Buffettisch wegbewegen,

so wie die Gruselpuschels kaum von der Tanzfläche zu trennen sind.

Als Schachpuschel seinen Freund den Spießerpuschel kurz allein läßt, geht er zu dem jungen Punkerpuschel am Tresen herüber und fragt ihn, „Na, hast Du schon eine Idee wie wir Phil gleich reinlegen können?“

„Nö, leider noch nicht! Aber die Gruselpuschels sind doch immer für einen Schabernack zu haben. Ich werde sie mal fragen.“, kontert Punkerpuschel.

„Hi Dracu, hast du kurz Zeit?“, fragt Leo den tanzenden Vampirpuschel, der die Mumienpuscheldame Mòmia an ihrem Verband über die Tanzfläche kreiseln lässt. „Klar, Leo! Moment!“, antwortet ihm Dracu, der seine Tanzpartnerin wieder einwickelt und sich mit einem Küsschen von ihr verabschiedet. Diese lacht und stupst ihn an: „He, aber ja nicht beißen!“ Beide grinsen sich an und schon kommt auch Franky,

der Frankensteinpuschel und löst Dracu als Tanzpartner ab.

Nahe der Tanzfläche zieht Leo Dracu beiseite. „Was ist?“, fragt Dracu.

Leo beugt sich verschwörerisch zu Dracu und erzählt ihm sein Vorhaben.

„Du willst also unseren super spießigen Spießerpuschel, Phil, einen Streich spielen? Hmmm … Mal überlegen ...“ Beim Überlegen, knabbert er an seiner Unterlippe und zieht dann seine rechte Augenbraue hoch und flüstert: „Lass mich um Punkt Mitternacht beim Lagerfeuer auf der Wiese, da wo Piratenpuschel Klaus gerade wieder Gruselgeschichten erzählt, hinter den Bäumen am Waldrand verstecken.“, er macht eine dramatische Pause und schaut sich um, ob sie auch Keiner gerade belauscht.

„Und wenn dann die spannendste Stelle kommt, dann erschrecken wir alle,

indem wir unheimliche und furchteinflösende Geräusche machen.“

Dieser Vorschlag gefällt dem Punkerpuschel sehr und entflammt direkt seine Vorfreude. „Aber dafür brauchen wir die Hilfe von unseren anderen Gruselexperten!“, flüstert Dracu Leo noch zu, „Ich informiere die Anderen. Sorge du dafür, dass Phil gleich auch wirklich dort ist.“ „Klar mach’ ich!“, grinst Leo, der es kaum erwarten kann und geht wieder zurück zu Mono.

„Und? Haben die Gruselpuschels eine Idee?“, möchte Mono wissen.

„Ja, aber wir müssen Phil dazu bringen uns gleich mit zum Lagerfeuer zu begleiten.“, antwortet Leo ihm. „Dort machen sie gruselige Geräusche.“

„Zum Lagerfeuer?“, hakt Mono nach. „Ja, zum Lagerfeuer.“, bestätigt Leo.

„Gut, aber denk daran, Phil ist mein Freund, also treibt es nicht zu doll!“, warnt Mono ihn und geht wieder zurück zum Spießerpuschel herüber,

der noch immer wie bestellt und nicht abgeholt an einem der kleinen,

hübsch dekorierten Tischen steht und die Kerzen ordentlich zurechtrückt.

„Phil, kommst du mit zum Lagerfeuer, den Gruselgeschichten zuhören?“, fragt Mono ihn. „Gruselgeschichten? Besser nicht, davon bekomme ich doch nur Alpträume.“, erwidert er Mono. „Wir könnten am Lagerfeuer aber noch einen Aufpasser für die jungen Puschels gebrauchen, damit sie alle den nötigen Sicherheitsabstand zum Lagerfeuer einhalten.“, ködert er ihn. „Du hast vollkommen Recht! Das muss berücksichtigt werden!

In Ordnung, ich werde dich begleiten.“

Schon gegen 23:00 Uhr machen sich Beide auf den Weg zum Lagerfeuer.

Während Mono und Phil den kleinen Trampelpfad, der zur Wiese führt, entlanglaufen, gesellt sich auch Leo zu ihnen. „Na, seid ihr auch schon gespannt, was uns der alte Piratenpuschel, Klaus, heute für Gruselgeschichten erzählen wird?“, fragt Leo die Beiden.

Der Wegrand ist gesäumt von vielen selbstgeschnitzten Kürbissen,

in denen kleine Teelichter flackern und gruselige Fratzen alles erhellen.

Phil schaudert es schon bei dem Anblick und er versucht sich abzulenken,

indem er seinen Haushaltsplan für den nächsten Tag im Kopf durchgeht. „Hoffentlich sind sie nicht zu gruselig, sonst habe ich wieder Probleme beim Einschlafen.“, spricht Phil, eher zu sich selbst, als zu den Anderen.

Als die Drei am Lagerfeuer ankommen, tummeln sich schon allerhand gruselig verkleidete Puschels ringsum und suchen sich einen Sitzplatz. Mono, Leo und Phil gehen zu den Anderen und setzen sich auf einen der vielen flachen Steine. Die Nacht ist kühl, doch das Lagerfeuer wärmt sie.

Phil rückt noch schnell ein paar Steine zurecht, die seiner Meinung nach zu nah an der Feuerstelle stehen und setzt sich wieder zu Mono und Leo, die anscheinend schon sehr gespannt auf die nächste Geschichte sind.

Als der alte Piratenpuschel Klaus in die Menge tritt und um Ruhe bittet,

flitzen noch ein paar junge Puschels auf die zurechtgerückten Steine zu, aber dann wird es ganz still um ihn herum und alle lauschen aufmerksam.

Klaus beginnt mit seiner tiefen und rauen Stimme zu erzählen,

„Es gab einmal einen jungen Puschel, genauso wie ihr welche seid …“, dabei funkelt er sie ernst mit seinem vorhandenem Auge von der Seite an.

Alle rutschen nervös hin und her und spitzen noch mehr ihre Ohren.

„Er lebte nicht weit weg von hier in einem Nachbardorf nahe des Waldes. Eines Abends, es war ein Abend wie Dieser, spielte er allein am Waldrand. Seine Mutter ermahnte ihn häufig nicht in den tiefen Wald zu gehen, weil dieser für kleine Puschels gefährlich ist. Doch an diesem Abend packte ihn die Neugier und er missachtete das Verbot seiner Mutter.

Als er immer tiefer und tiiiieeeefer in den Wald kam, wurden die Bäume immer dichter und es drang kaum noch Mondlicht durch die Baumkronen. Doch der junge Puschel ging noch weiter und wollte wissen, was am Ende des Waldes liegt. Plötzlich hörte er ein lautes Knacken hinter sich.“

Auf einmal knackte es tatsächlich hinter ihnen im Wald. Alle sehen sich um, nur Leo nicht. Der kann sich sogar ein Kichern kaum verkneifen und sieht unauffällig zu Phil rüber, der bereits kreidebleich geworden ist.

Die kleinen Puschels bekommen Angst und laufen weg, in Richtung Dorf.

Da kommen ihnen aus dieser Richtung die Gruselpuschels entgegen.

Leo sieht sie erschrocken an und wird jetzt auch kreidebleich.

„Wo … wo kommt ihr denn her?“, will er stotternd von ihnen wissen.

„Franky hat eine seiner Schrauben auf der Tanzfläche verloren,

die mussten wir erst noch suchen.“, antwortet ihm Dracu.

„Aber wer war das denn dann gerade im Wald?“, fragt Leo ihn ängstlich.

„Was denn?“ „Na dieses Knacken!“ Plötzlich hören sie es schon wieder, sehen sich alle ängstlich an und rennen den anderen Puschels hinterher.

Bei den anderen Puschels angekommen, ist das Geräusch für den Rest des Abends das Hauptgesprächsthema und alle rätseln wer oder was dieses geheimnisvolle Knacken im Gehölz verursacht hat, nur Phil nicht, denn er glaubt als Einziger beruhigt, es war nur ein Halloween-Streich ...

 

Und die Moral von der Geschicht: Streiche spielt man Spießern nicht!